Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


chronik:1940:start

Dies ist eine alte Version des Dokuments!


Inhaltsverzeichnis

1940–1949

1940

  • 24.06.1940: Zur Umrüstung von der Messerschmitt Bf 109 E-1 und E-3 auf das Muster E-4, verlegt die lll. Gruppe des Jagdgeschwaders 52 (III./JG 52) über Braunschweig-Waggum und Neumünster nach Jever.
  • 01.09.1940: Aufstellung der III. Gruppe / Luftlandegeschwader 1 (Lastensegler) in Braunschweig-Waggum.
  • 16.09.1940: Beginn der Verlegung von fünf neuen Henschel Hs 129 A-0 zwecks Truppenerprobung bei der II. Gruppe/Lehrgeschwader 2 (II./LG2) auf dem Flugplatz Braunschweig-Waggum.
  • 25.11.1940: Die Volkswagen GmbH mietet die Flughalle der Braunschweiger Flugzeugreparatur GmbH auf dem Flughafen Waggum für den Einflugbetrieb von reparierten Junkers-Flugzeugen.
  • 15.12.1940: Der Prototyp des von der TH Braunschweig unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Hermann Winter entwickelten Langsamflugzeugs LF 1 (später „Zaunkönig“) wird durch die Bauaufsicht des Reichsluftfahrtministeriums (RLM) abgenommen.
  • 16.12.1940: Absturz einer Henschel Hs 129 A-0 bei einem Einweisungsflug. Bei dem Aufschlag auf dem Vorfeld kommen neben dem Piloten noch zwei Männer des Bodenpersonals ums Leben.
  • 17.12.1940: Der Prototyp des Langsamflugzeugs Nr. 1 der TH Braunschweig, LF 1, (später „Zaunkönig“), absolviert erfolgreich seinen Erstflug. Er wird später das Kennzeichen D-YBAR erhalten. (→ Artikel: LF 1 Zaunkönig)

1941

  • 10.02.1941: Der Flughafen Braunschweig-Waggum wird zum ersten Mal im Krieg angegriffen. Es entstehen nur leichte Schäden.
  • 28.02.1941: Die Einflughalle der Flugwerke Braunschweig GmbH wird für die Reparatur von Kampfflugzeugen des Typs Junkers Ju 88 vom Volkswagenwerk (Unternehmensbereich Flugzeugreparatur) übernommen.
  • 25.05.1941: Professor Winter stürzt bei der Erprobung des von ihm in Braunschweig entwickelten Langsamflugzeuges LF 1 „Zaunkönig“ östlich vom Flughafen ab. Er überlebt den Unfall mit Knochenbrüchen.
  • 16.07.1941: Das in Braunschweig entwickelte Langsamflugzeug LF 1 ist nach dem Absturz vom 25.05. 1941 wieder repariert und flugklar.

1942

  • 01.07.1942: Verlegung des Stabes und der 1. bis 4. Staffel der KGr zbV 300 (Kampfgruppe zur besonderen Verwendung) nach Braunschweig-Waggum. Die Einheit übernimmt die Aufgabe einer Ergänzungsgruppe für die Transportverbände der Luftwaffe und verlegt im März 1943 nach Schönwalde.
  • 11.09.1942: Der Prototyp des in Braunschweig entwickelten Langsamflugzeugs LF 1 stürzt bei Flugversuchen aufgrund von Flügelflattern aus großer Höhe ab und wird vollständig zerstört. Der Pilot kann sich mit dem Fallschirm retten.

1943

  • 01.03.1943: Die Ergänzungsgruppe des Kampfgeschwaders 27 (IV./KG 27) mit der 10. bis 13. Staffel (10. - 13./KG 27) verlegt von Winniza nach Braunschweig-Waggum. Sie verlässt den Platz allerdings im Mai 1943 bereits wieder.
  • 11.05.1943: Der zweite Prototyp des in Braunschweig entwickelten Langsamflugzeugs LF 1 „Zaunkönig“ wird von der Bauaufsicht des Reichsluftfahrtministeriums (RLM) abgenommen. Er wird später das gleiche Kennzeichen erhalten wie sein acht Monate zuvor bei einem Absturz zerstörter Vorgänger: D-YBAR.
  • 28.09.1943: Bombardierung des Flugzeugreparaturwerkes Grotian-Steinweg durch die alliierten Luftstreitkräfte.
  • 30.12.1943: Die Braunschweiger Luther-Werke, Luther und Jordan, legen ein Angebot über die Produktion einer Null-Serie des LF 1 „Zaunkönig“, eine Entwicklungs der TH Braunschweig, vor. Das Angebot umfasst 25 Flugzeuge, wird aber nicht realisiert.
  • 1943 (Ende): Die SB 4 wird bei einem Bombenangriff auf die TH Braunschweig noch vor ihrer Fertigstellung zerstört. (→ Artikel: Akaflieg Braunschweig)

1944

  • 11.01.1944: Bombardierung des Luther-Werks II (Flugzeugwerk Bienrode) durch die alliierten Luftstreitkräfte.
  • 05.02.1944: Der zweite Prototyp des in Braunschweig entwickelten Langsamflugzeugs LF 1 mit dem Kennzeichen D-YBAR wird offiziell auf den Namen „Zaunkönig“ getauft.
  • 21.02.1944: Im Rahmen der „Big Week“, der Konzentration der amerikanischen Bomberangriffe auf die deutsche Flugzeugindustrie (Operation Argument), ist der Flugplatz Braunschweig-Waggum Ziel von Verbänden der 8. USAAF. Wegen schlechter Sichtbedingungen treffen die Bomben nicht ihr Ziel, sondern fallen in Wohngebiete.
  • 02.03.1944: Im Rahmen der Verlegung der Ergänzungszerstörergruppe von Braunschweig nach Illesheim verlassen die 2. und 3. Staffel (2. und 3./ErgZerstörergruppe) den Platz Braunschweig-Waggum, auf dem sie seit November 1943 stationiert waren. Der Stab sowie die 1. und 4. Staffel verlegen von Broitzem aus.
  • 29.04.1944: Über dem Flugplatz Braunschweig-Waggum wird ein amerikanisches Jagdflugzeug vom Typ North American P-51 Mustang von Oberleutnant Knoke von der 5./JG 11 abgeschossen.
  • 15.10.1944: Schwerster Bombenangriff auf Braunschweig. 90% der historischen Altstadt werden zerstört, über 500 Menschen verlieren ihr Leben.

1945

  • 17.01.1945: Die II. Gruppe des (Schul-)Jagdgeschwaders 107 (II./JG 107) verlegt ihren Standort von Hildesheim nach Braunschweig-Waggum und verbleibt hier bis Kriegsende.
  • 16.03.1945: Auflösung der Flugzeugführerschule FFS A/B 118, die seit Dezember 1944 in Braunschweig-Waggum stationiert war.
  • 09.04.1945: Das in Braunschweig entwickelte Langsamflugzeug LF 1 „Zaunkönig“ (D-YBAR) wird kurz vor der Einnahme des Flugplatzes durch amerikanische Truppen nach Bad Harzburg gebracht.
  • 10.04.1945: Die vorrückenden amerikanischen Truppen besetzen den Flughafen in Waggum.
  • 08.05.1945: Vermutlich am 08.05.1945 (dem Tag der Kapitulation) oder am 9.5.1945 landet eine deutsche Focke-Wulf 200C „Condor“ auf dem Flughafen Braunschweig, der von amerikanischen Truppen besetzt ist.

Autor: Uwe Bethke, erstellt am 03.08.2026

chronik/1940/start.1786354082.txt.gz · Zuletzt geändert: von 127.0.0.1

Donate Powered by PHP Valid HTML5 Valid CSS Driven by DokuWiki