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4. Stern-Motor-Treffen Ballenstedt 2020

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Zum vierten Mal trafen sich die Freunde des Sternmotors in Ballenstedt, am Nordrand des Harzes. Vom 17.07. – 19.07.2020 waren alle Sternmotor-Flieger und Nicht-Sternmotor-Flieger zum Fly-In in EDCB eingeladen. Eigentlich hatte ich die Veranstaltung gar nicht mehr auf dem Schirm, wurden doch mehr oder weniger alle Airshows und Fly-Ins wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Ein Hinweis auf die nicht gestrichene Veranstaltung auf der Homepage des Flugplatzes Ballenstedt weckte dann doch die Neugier. Also, Kameratasche gepackt, Wasserflaschen verstaut, Verpflegung an der Tanke gebunkert (man weiß ja nie, wie die Versorgung in diesen Zeiten vor Ort ist) und dick mit Sonnencreme eingeschmiert, ging es in Richtung Süden. Da es sich um eine eher regionale und überschaubare Veranstaltung an der frischen Luft handelt, waren auch die Corona-Bedenken nicht allzu groß, doch diesmal wurde das Spotter-Equipment vorsichtshalber um eine Mund-Nase-Bedeckung ergänzt.

Auch bei der vierten Veranstaltung in Ballenstedt hat sich nicht viel verändert. Das Fly-In hätte auch wieder unter dem Motto „Yaks & Friends“ laufen können. Auch wenn es noch den einen oder anderen Sternmotorer gab, der nicht die drei Buchstaben am Rumpf trug, würde man sich auch über die ein oder andere Stearman oder Texan freuen oder über einen Stieglitz oder eine Jungmeister. Obwohl dieses Jahr wieder ein absolutes Highlight zu sehen war. Aber, man soll die Hoffnung auf eine größere Vielfalt nicht aufgeben, denn so wie es aussieht, hat sich das Sternmotorentreffen in Ballenstedt etabliert und vielleicht klappt es ja mal bei einer der zukünftigen Veranstaltungen.

Aber um nicht falsch verstanden zu werden, auch die farbenfrohen Yaks sind eine Reise wert und man findet auch immer wieder eine darunter, die man noch nicht gesehen hat. Apropos sehen: Auch der ein oder andere - oder besser gesagt, der eine andere - bekannte Spotter war zu sehen.

Hier nun ein paar Impressionen von der Veranstaltung vom Samstag.

Begrüßt wird der Besucher von diesem Wahrzeichen des Flugplatzes. Die Transall entwickelt so langsam den gewissen morbiden Charme, den Wind und Wetter über die Jahre verursachen.

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Dann der erste Akt: Das Abschreiten der Flightline am Vormittag. Neben den Maschinen der Eastside Yaks und dem Yak-Team Wümme fanden sich auch niederländische Yaks ein, sowie zwei in Litauen registrierte und ein Vertreter aus Ungarn. Insgesamt waren es an diesem Tag 13 Maschinen des osteuropäischen Herstellers, die Mehrzahl davon waren zweisitzige Yak-52.

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Yak-52, SP-YNH (Yak-Team Wümme)

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Yak-52, SP-YPW (Eastside Yaks)

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Yak-52, PH-DTM

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Yak-52, PH-YAX

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Yak-52, SP-YMG (Yak-Team Wümme)

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Diese General Avia F22C, PH-MRG, hatte sich ich doch glatt unter die Sternmotoren gemogelt, gehörte aber wahrscheinlich zu der Yak-Gruppe aus den Niederlanden.

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Die PZL 104 Wilga 35A, D-EWHL (ex DM-WHL) dagegen passte wieder in die Reihe der Sternmotoren. Die Wilga war als Mehrzweckflugzeug konzipiert und in der DDR kam sie überwiegend bei der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) zum Einsatz. Von 1971 bis 1990 wurden in der DDR insgesamt 81 Maschinen dieses Typs betrieben. Damals wie heute sind die übriggebliebenen Exemplare beliebte Schleppflugzeuge für die Segelflieger.

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Yak-52, LY-DAY mit Dreiblatt-Propeller

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Yak-52, HA-HUC aus Ungarn, ebenfalls mit Dreiblatt-Propeller

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Yak-55, LY-TRY

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Yak-52, PH-DTW

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Yak-50, D-EIWJ

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Yak-52 TD, SP-YWF, schöne Ausführung als Tail Dragger mit Spornrad und toller Lackierung.

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Yak-Detailansichten

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Dann trudelten auch noch einige Besucher ein, hier eine schöne Cessna 195A, N3446V

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Und noch eine Yak-50 der Eastside Yaks, D-EGJS

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Im Laufe des Vormittags belebte sich die Szenerie ein wenig:

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Kleines Highlight für mich, wenn auch ohne Sternmotor, diese schöne alte Zlin 326 Trener Master (D-EFAI), die sich auch gut in Szene gesetzt hat. Das ist mir ein paar Bilder mehr wert …

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… ebenso für diese farbenfrohe Let Z 37A-2 Cmelak, D-EOUI, die am Rumpf noch ihr Traditionskennzeichen aus DDR-Zeiten trägt: DM-SWI. Dieser Typ wurde als Agrarflieger eingesetzt und ist hier in der Lackierung dieser Zeit mit Tanks unter den Tragflächen zu sehen. Zwischen 1967 bis 1990 kamen insgesamt 243 Let Z-37 in der DDR zum Einsatz, darunter 15 zweisitzige Maschinen für die Pilotenschulung, wie die hier gezeigte DM-SWI.

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Auch für die Freunde des Drehflügelflugs war was dabei: Die auch aus Braunschweig bekannte D-HIKO, eine Hughes-Schweizer 269 C

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Yaks in Action

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Und noch 'ne Yak-52 aus den Niederlanden, PH-KWI

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Am frühen Nachmittag dann DAS Highlight des Tages: Aus Belgien kam die Lockheed L-12A Electra Junior, NC14999. Die Dame ist Baujahr 1938, was man ihr aber nicht ohne weiteres ansieht: Zeitlos schönes Design und top Restaurierung machen sie zu einer Ikone historischer Flugzeuge in Europa.

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Mehr ging dann nicht mehr an diesem Tag, jedenfalls nicht für mich. Nach der Ankunft der Electra Junior habe ich dann meinen Ranzen gepackt und habe mich auf den Weg in Richtung Heimat gemacht. Alles in allem hat es sich wieder gelohnt, mal wieder nach Ballenstedt zu fahren und sich dem optischen und akustischen Genuss der Sternmotorenflieger „hinzugeben“. Und es hat Spaß gemacht, mal wieder ein Luftfahrt-Event in diesen doch eher ereignislosen Spotter-Zeiten zu besuchen.

Ein dickes Dankeschön an die Veranstalter, die an diesem Fly-In festgehalten haben.

Weitere Bilder auf meiner Homepage: 4. Internationales Sternmotorentreffen in Ballenstedt 2020

Die Berichte zu den Sternmotorentreffen 2017 - 2020

**2020: **4. Stern-Motor-Treffen Ballenstedt 2020 (Teil 2) (alphacentauri434 / 02.08.2020)

2019: 3. Stern-Motor-Treffen Ballenstedt (Heino / 01.09.2019)

2018: 2. Stern-Motor-Treffen in Ballenstedt (Heino / 28.08.2018)

2017: 1. Stern-Motor-Treffen in Ballenstedt (Uwe / 28.08.2017)

Autor: Uwe Bethke, erstellt am 24.07.2020

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