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Ein Besuch in Stölln

Nachdem ich beim Ausmotten der Quax-Flieger auf dem Flugplatz Bienenfarm gewesen bin, fasste ich den Beschluss, dass ich noch einen Abstecher nach Stölln machen könnte. Gedacht, getan: Nach kurzer Fahrt erreichte ich das Lilienthal-Centrum in der Ortsmitte.

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Vor dem Gebäude, welches eine alte Brennerei ist, steht eine Let Z-37A „Cmelak“. Zwar ist diese Maschine nicht mustergültig restauriert worden, aber das hat auch einen Grund: Nachdem nur noch Reste dieser Maschine gerettet werden konnten, war diese Teilwiederherstellung allemal besser aus eine Verschrottung!

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In der Ausstellung befindet sich ein Nachbau des Rundlaufapparates mit dem Otto Lilienthal den Auftrieb von unterschiedlich geformten Tragflächen systematisch untersucht hat:

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Im Anbau hängen unter anderem drei Nachbauten von Lilienthals Gleitern:

Normalsegelapparat

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Derwitzer-Apparat

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Großer-Doppeldecker

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Anschließend bin ich zum Gollenberg gefahren. Auch hier befindet sich eine kleine Ausstellung:

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Aber das wichtigste Exponat steht vor dem Gebäude. Eine Iljuschin IL-62!

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Zu Ehren von Otto Lilienthals Frau Agnes wurde das Flugzeug auf den Namen „Lady Agnes“ getauft.

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Auch im Inneren des Flugzeugs befindet sich eine kleine Ausstellung.

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Hier kann man auch Platz nehmen und sich einen Film ansehen, in dem gezeigt wird, wie das Flugzeug hierher gelangt ist: Am 23. Oktober 1989 landete der Flugkapitän Heinz-Dieter Kallbach das Flugzeug auf der nur 860 m langen Landebahn des Segelflugplatzes. Das bescherte ihm einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde!

Übrigens: Für alle, die noch nach einem außergewöhnlichen Ort zum Heiraten suchen: In der IL-62 befindet sich auch ein Standesamt!

Abschließend bin ich dann noch auf den Gollenberg gewandert. Auf dem Weg dorthin bin ich an dem Gedenkstein für den Mitarbeiter von Otto Lilienthal, Paul Beylich, vorbei gekommen.

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Oben auf dem Gollenberg befand sich der Absprungpunkt für die Flugversuche von Otto Lilienthal. Ein Denkmal erinnert daran:

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Am Osthang befindet sich eine weitere Gedenkstätte. Hier ist die Absturzstelle von Otto Lilienthal:

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Die Inschrift des Gedenksteins lautet:

Es kann Deines Schöpfers

Wille nicht sein

Dich Ersten der Schöpfung

dem Staube zu weih'n

Dir ewig den Flug zu versagen

ERSTER DEUTSCHER

FLUGPIONIER

OTTO

LILIENTHAL

abgestürzt am 9.8.1896

Ehre und Ruhm

Autor: Heino Rhoden, erstellt am 13.04.2018

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