Das Institut für Flugzeugbau und Leichtbau (IFF) der Technischen Universität Braunschweig ist eines der ältesten und renommiertesten Institute für Luftfahrt-Leichtbau in Deutschland. Es betreibt Forschung und Lehre auf dem Gebiet des Leichtbaus für Flugzeuge und andere Verkehrsträger und ist eng mit dem Forschungsflughafen Braunschweig-Wolfsburg und den dort ansässigen Forschungs- und Industriepartnern vernetzt.
Das Institut geht auf das Jahr 1938 zurück, als Prof. Dr. Hermann Winter an die damalige Technische Hochschule Braunschweig berufen wurde und am 26. 11. 1938 die Einweihung des Luftfahrtlehrzentrums und damit auch des Instituts am Flughafen Waggum erfolgte. Der Ausbau der Luftfahrforschung in Braunschweig (u. a. DFL in Völkenrode) war bereits 1936 vorbereitet worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg, dem Luftfahrtverbot der Alliierten und der späteren Wiederzulassung der Luftfahrt ab 1951 wurden Lehre und Forschung am Institut wieder aufgenommen und ausgebaut.
Unter der Leitung von Professor Hermann Winter (Leiter von 1938 bis 1960) und in der Folge weiterer Institutsleiter entwickelte sich das Institut zu einer international anerkannten Einrichtung auf dem Gebiet des Faserverbund-Leichtbaus. Das IFF leistete wesentliche Beiträge zur Entwicklung der CFK-Technologie (kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe) für die Luftfahrt, die später in industriellen Großanwendungen wie dem Airbus mündeten. Über die Jahrzehnte entstanden hier eine Vielzahl von Konstruktionen, Strukturprüfständen und neuen Fertigungsverfahren.
Das IFF forscht heute in den Bereichen Faserverbundbauweisen, Strukturmechanik, Design und Auslegung von Luftfahrzeugstrukturen sowie Fertigungstechnologien. Es ist in die nationale und europäische Luftfahrtforschungslandschaft eingebunden und kooperiert eng mit dem DLR Braunschweig, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie der Luftfahrtindustrie. In der Lehre bildet es Studierende des Maschinenbaus und der Luft- und Raumfahrttechnik aus.
Autor: Swen E. Johannes, unterstützt von KI